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Die Restauration der Festung, die vom Ministerium für
Kulturgüter mit der Unterstützung und dem Beitrag der Gemeinde
La Spezia gefördert und realisiert wurde, hat sich aus einer langen
Periode der Vergessenheit und Vernachlässig ung
befreit, wobei sie die Nutzbarmachung und die erneuten funktionsgerechte
Nutzung des Gebäudes erlaubt. Die Arbeiten konnten 1985 aufgenommen
werden. Man begann mit der Restauration der Steinmauern am unteren Gebäudeteil.
Um nicht das Aussehen des mit Stein verkleideten Gebäudes zu verändern,
das sich im Laufe der Zeit bereits eingeprägt hatte, entschied man,
keine allgemeine Neuverputzung der äußeren Wandflächen
vorzunehmen, auch wenn man an vielen Stellen noch Spuren einer groben
Verputzung sehen konnte, die den Eindruck erweckten, dass es sich hierbei
um das ursprüngliche Aussehen aller Wände handelte. Dennoch
ließ man die noch vorhandenen Putzreste bestehen und befestigte
sie. In dieser Phase wurden auch die abschließenden Mauerzacken
der Wände wiederhergestellt, die zwar stark beschädigt waren,
deren Aussehen man aber noch aus alten Abbildungen und Fotografien
Ende des 19. Jahrhunderts erschließen konnte. Alle Oberflächen
der Mauerkrönung wurden mit auf der Basis von zerstossenem Ton zubereiteten
Mörtel verkleidet. Dies war das traditionelle Isolationsverfahren,
das man anwandte, bevor die modernen bituminösen sowie aus Silikon
bestehende Materialien eingeführt wurden. Man fuhr danach mit der
Isolation fort und realisierte jene Fläche, die die beiden Teile
der Burg voneinander abgrenzt. Es wurden Sandsteinplatten verwendet, die
gemäß dem Originalplan zerteilt wurden, den man aufgrund einiger
auf der Oberfläche der zweiten Ebene gefundenen Plattenteile
erschließen konnte. Eine analytische Untersuchung der
Pläne, die nahe dem Staatsarchiv von Genua aufbewahrt werden, hat
es ermöglicht, die Form der Aufgangsrampe
zum obenliegenden
Bereich festzulegen. Diese wurde in einer unbestimmten Epoche zerstört,
man fand jedoch einige abgerundete Steinblöcke. So entschied man,
davon einen Entwurf mit der gleichen starken Neigung anzulegen, wobei
man aber stellenweise einige Verbesserungen ergänzte, wie z. B. eine
Folge einer größeren Anzahl von Stufen und ein in der Mitte
liegendes Geländer.
Der westliche Saal des unteren Bereiches (Saal IV) wurde völlig von
den Erdaufschüttungen befreit, die 1607 vorgenommen wurden, um das
Mauerwerk zu stützen.
Die Belegung des Fußbodens der inneren Säle wurde mit steinernem
Material vorgenommen, das nach antikem Vorbild, wie man es noch an einigen
Stellen - wie z. B. der unterhalb von Saal III Zisterne - aufgefunden
hat, zerteilt wurde. Eines der größten Probleme, das bei der
Restauration überwunden werden musste, stellte der Bau einer Rampe
zur Verbindung der Via XXVII Marzo und dem Eingangsportal dar. Der antike
Aufgangsbereich zur Burg - ein System aus Rampe, Graben, Brücke
sowie Zugbrücke - wurde in der Tat nach der Öffnung der öffentlichen
Straße zerstört.
Man
hat eine einzelne Rampe gebaut, die weniger steil ist als die im Inneren
der Burg. Über dem Eingangsportal wurde das Wappen der Republik von
Genua und das Basrelief, das San Giorgio und den Drachen zeigt, angebracht.
In der letzten Phase der ausgeführten Arbeiten zwischen 1996 und
1998 wurde der obere Teil der Burg wieder komplett nutzbar gemacht. Das
Tor, das auf der Westseite liegt und das auch auf einigen Zeichnungen
des 18. Jahrhunderts besonders hervorgehoben worden war, wurde wieder
geöffnet.
Die Erdaufschüttung, die 1607 gemacht worden war, um das Mauerwerk
der Nord- und Ostseite - entsprechend den Sälen VII, VIII und X widerstandsfähiger
gegen Beschuss zu machen, wurde entfernt. Dieses Vorgehen hat es ermöglicht,
einen beträchtlichen Teil der die Burg des 14. Jahrhunderts umgebenden
Mauern sowie die angrenzenden Räume (Säle VII und VIII) wieder
ans Tageslicht zu bringen. So wurden in diesen Räumen einige Schießscharten
für Bogenschützen, die noch verschüttet waren - wiederentdeckt,
außergewöhnliche Verteidigungselemente, die nahezu unversehrt
waren und jetzt wieder sichtbar sind. Auf dieselbe Weise wurden die ursprünglichen
Lüftungsschächte in der Mitte der Bastionsreihen wieder ausgegraben.
Einige Teile der begehbaren Burg wurden vergittert, um es zu ermöglichen
die Reste der mittelalterlichen Gebäudestrukturen, die während
den Restaurationsarbeiten entdeckt wurden, zu sehen: Es handelt sich im
einzelnen um die Basis des Burgfrieds und einiger unterirdischer Räume
des Saales VI.
Zusammenfassung von Giorgio Rossini: Das Castello di san
Giorgio: Geschichte, Architektur, Restauration
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